from 30 May 2019 to 1 June 2019
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
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Wir freuen uns über die Plenarvorträge von: Anke Bosse, Carmen Heine, Dagmar Knorr, Angelika Redder, Sandra Reitbrecht, Andrea Scott, Annette Verhein-Jarren und Christian Weinzierl.

 Univ.-Prof. Dr. Anke Bosse

Universitätsprofessorin für Neuere deutschsprachige Literatur und Leiterin des Musil-Instituts für Literaturforschung / Kärntner Literaturarchivs an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. – Studium der Germanistik, Romanistik und Komparatistik in Göttingen, Avignon und München; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München, Assistentin an der Universität Genf; 1997–2015 Professorin, ab 2008 Ordinaria an der Universität Namur. – Publikationen und Forschungen zur Editionsphilologie und critique génétique sowie zum literarischen Schreiben, zur Literatur der Goethezeit und zur Gegenwartsliteratur, zu Intertextualität, Interkulturalität und Intermedialität sowie zur Medialität/Materialität von Literatur und zu den Digital Humanities.

 Associate Prof. Dr. Carmen Heine 

Carmen Heine ist an der Universität Aarhus an der School of Communication and Culture in der deutschen und englischen Abteilung tätig. Sie unterrichtet professionelles Schreiben, Fachübersetzen und Online Communication. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Schnittstelle zwischen Schreib- und Übersetzungswissenschaft. Ihr Hauptinteresse gilt den Methoden der Textproduktionsforschung und der Modellierung von Textproduktionsprozessen. Didaktische Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind die Untersuchung der Selbstreflexion von Schreibenden und die Peer-Feedback Forschung. Derzeit leitet sie das Centre for International Business Communication an der Universität Aarhus und unterstützt den Aufbau eines lokalen Schreibzentrums. Seit 2011 ist sie Mitherausgeberin der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Hermes, Journal of Language and Communication in Business. Darüber hinaus ist sie wissenschaftlicher Beirat verschiedener Buchreihen. Seit 2018 ist sie Beiratsmitglied der Gesellschaft für angewandte Linguistik e.V. (GAL) und leitet, gemeinsam mit Dagmar Knorr (Lüneburg), die Sektion Schreibwissenschaft der GAL.

 Dr. Dagmar Knorr

Dr. Dagmar Knorr leitet seit 2017 das Schreibzentrum / Writing Center der Leuphana Universität Lüneburg. Von 2011–2016 war sie Leiterin der Schreibwerkstatt Mehrsprachigkeit an der Universität Hamburg. Zuvor war sie in der Lehrerbildung in Italien und an der Universität Hamburg tätig. Als angewandte Linguistin und Schreibwissenschaftlerin forscht, lehrt und publiziert sie zum wissenschaftlichen Schreiben unter Bedingungen von Mehrsprachigkeit. Sie ist Mitglieder der Gesellschaft für Angewandte Linguistik und leitete dort von 2014–2018 gemeinsam mit Britta Hufeisen (Darmstadt) die Sektion „Mehrsprachigkeit“. 2017 gründete sie die Sektion „Schreibwissenschaft“, die sie seit 2018 gemeinsam mit Carmen Heine (Aarhus) leitet. In der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung (gefsus) gehört sie seit 2017 zum Vorstand. Als aktives Mitglied in verschiedenen SIGs der gefsus hat sie federführend an dem „Positionspapier Schreibkompetenz im Studium“ mitgearbeitet.

 Prof. Dr. Angelika Redder

Angelika Redder ist Seniorprofessorin für Linguistik an der Universität Hamburg. Ihr Schwerpunkt ist die Linguistische Pragmatik im Sinne der Analyse sprachlichen Handelns in all seinen Dimensionen (diskursiv und textuell, semantisch, sprachpsychologisch und grammatisch sowie unter den Bedingungen von Interkulturalität, Mehrsprachigkeit und Institutionen). Bereits an der LMU München entwickelte sie das Programm "Effektiv studieren" zu sprachlichen Schlüsselqualifikationen an der Universität (Redder 2002) und adaptierte es für die UHH; sie betrieb im deutsch-italienischen Verbundprojekt euroWiss Wissenschaftssprachkomparatistik über drei Fakultäten hinweg (Redder, Heller, Thielmann 2014), aus dem ein Memorandum zur Europäischen Hochschulkommunikaton hervorging (JbDaF 2015), und analysiert aktuell mehrsprachige Schul- und Hochschulkommunikation zwecks Konzeptualisierung innovativer Formate der Wissensprozessierung (z.B. Redder 2017, Redder et al. 2018, Redder im Druck). [s. homepage unter slm.uni-hamburg.de] (Foto: Copyright: Krah)

 Mag. Dr. Sandra Reitbrecht

Sandra Reitbrecht ist Hochschullehrerin für Sprech- und Schreibdidaktik im mehrsprachigen Kontext am Didaktikzentrum für Text- und Informationskompetenz der Pädagogischen Hochschule Wien und arbeitet im Rahmen dieser Tätigkeit auch am Schreibzentrum der PH Wien mit. Seit April 2018 leitet sie das schreibdidaktische Sparkling-Science-Projekt AaMoL am Fachbereich für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache am Institut für Germanistik der Universität Wien. Zu ihren Forschungsinteressen zählen u.a. das (vor-)wissenschaftliche Schreiben, die Entwicklung von Textkompetenz in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie die Bedeutung des Schreibens im Kontext durchgängiger Sprachbildung.

 Dr. Andrea Scott

Andrea Scott absolvierte einen Ph.D. in Komparatistik an der University of Chicago und war stellvertretende Leiterin des Schreibprogramms an der Princeton University, bevor sie 2013 nach Kalifornien zog, um das Schreibzentrum des Pitzer Colleges zu leiten. Sie hat dort ein Peer-Tutor*innen-Modell eingeführt und leitet Kurse und Workshops rund um das wissenschaftliche Schreiben und die Schreibdidaktik. Seit 2013 ist sie aktiv in der Forschung deutschsprachiger Schreibwissenschaft und hält Vorträge und Workshops zum Thema auf internationalen Tagungen (IWCA, CCCC, EATAW und EWCA). Von 2015-18 war sie Vorstandsmitglied des Consortium of Small Liberal Arts Colleges-Writing Program Administrators. Sie interessiert sich besonders dafür, inwiefern die deutschsprachige Schreibforschung und -didaktik ihre US-amerikanischen Kolleg*innen herausfordert, das Schreiben und die Schreibzentrumsarbeit neu zu verstehen. Ihre Studien und Impulse zum Thema wurden in JoSch: Journal der Schreibberatung, Zeitschrift Schreiben, Journal of Academic Writing, The Writing Center Journal und WLN: A Journal of Writing Center Scholarship veröffentlicht. Seit 2017 ist sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der GewissS-Reihe „Schreibwissenschaft“ beim Böhlau Verlag.

 Prof. Dr. Annette Verhein-Jarren

Annette Verhein-Jarren ist Fachgruppenleiterin der Fachgruppe Kommunikation und Sprachen sowie Institutspartnerin im Institut für Kommunikation und interkulturelle Kompetenz (ikik) an der Hochschule für Technik in Rapperswil, Schweiz. Als Fachgruppenleiterin ist sie u.a. zuständig für die Entwicklung und Umsetzung von Curricula zum Schreiben in ingenieurwissenschaftlichen und planerischen Studiengängen. Als Institutspartnerin im ikik führt sie Projekte und Trainings u.a. zum technischen Schreiben durch. Forschungsschwerpunkte: Konzeptualisierung des Schreibens in technisch-planerischen Arbeits- und Studienumfeldern, Konzeption von Curricula, Bewertung von Textqualität, Begleitung von Schreibprozessen. Transfer- und Berufsfeldbezüge: Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied des Forums wissenschaftliches Schreiben, 2000-2006 Präsidentin von TECOM Schweiz; derzeit Mitglied des Fachbeirats Aus- und Weiterbildung beim Berufsverband für Technische Redakteure (tekom e.V.). Publikationen: Texten für die Technik (2016, gemeinsam mit Andreas Baumert); Textdiagnose und Schreibberatung (2017, gemeinsam mit Marianne Ulmi, Gisela Bürki und Madeleine Marti). (Foto: Copyright: Brüderli)

 Dr. Christian Weinzierl

Christian Weinzierl ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie an der Leibniz Universität Hannover. Seine Hauptforschungsinteressen liegen im Bereich der empirischen kognitiven Schreibprozessforschung (u.a. kognitive Strategien während des Abschreibens schriftsprachlicher Vorlagen) sowie der Identifikation von Facetten einer allgemeinen Schreibkompetenz. Sein derzeitiger Fokus liegt auf dem Konstrukt "Kohärenzmanagement" und dessen Bedeutsamkeit für das Verfassen von Texten mit hoher Textqualität. Er ist Verfasser von Buch- und Zeitschriftenbeiträgen sowie Autor zahlreicher Vorträge in diesem Bereich. Eines seiner wichtigsten Ziele ist es, zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Bereich der Schreibforschung beizutragen. Er ist außerdem aktiv in nationalen und internationalen wissenschaftlichen communities. Dies spiegelt sich in seinem Engagement in der dieS-Gruppe (als Workshopleiter auf Sommerschulen) wie auch im internationalen Kontext (als Mitorganisator der internationalen Schreibkonferenz "SIG Writing" 2010 in Heidelberg) wider.